Aktuelles Bildungsgänge Kollegium Schule PSZD Trägerverein Bilder Handlungspädagogik
Startseite PSZD Die achtziger und neunziger Jahre

PSZD


Zur Entstehungsgeschichte des PSZD 1971, das Gründungsjahr des PSZD e. V. Erste Bautätigkeiten am Mergelteich Die achtziger und neunziger Jahre Die sonstige Arbeit... Und heute ?

Kontakt Impressum Sitemap Links Materialien Unsere Partner

Die achtziger und neunziger Jahre

1982 stand erneut ein Bauvorhaben an. Es entstanden im sog. Haus A frei finanzierte Seniorenwohnungen, die vom PSZD vermietet werden. Für die jungen Menschen reichte der Ostbau der Schule inzwischen nicht mehr aus, und man begann mit dem Bau des Oberstufengebäudes (Westbau), dessen erster Bauabschnitt in Jahresfrist fertig war, allerdings noch ohne Saal. Der wurde erst ein Jahr später eingeweiht und war auch als Festsaal für das gesamte PSZD gedacht.

Mit dem Bau einer Turnhalle war der Schulneubau 1987 abgeschlossen. Platz gab es nun genug für die Schüler, - sollte man meinen - , aber 1984 wurde es zwischenzeitlich noch einmal enger für die Schüler und Lehrer der Rudolf-Steiner-Schule. Es hatte sich nämlich im Jahr zuvor ein Förderverein zur Gründung der Georgschule, eine Schule für seelenpflegebedürftige Kinder, gebildet. Für seine erste Klasse brauchte er einen Raum, und da im PSZD das nachbarschaftliche Helfen groß geschrieben wird, sprang die Rudolf-Steiner-Schule natürlich ein. Die Arbeit der Georgschule wurde später in einem Pavillon fortgesetzt, der 1989 einer Brandstiftung zum Opfer fiel.

Nun wurde es wirklich spannend. Plötzlich standen die Schüler der Georgschule und ihre Lehrer auf der Straße. Alles war verbrannt. Während die Schulvorstände bereits in Dortmund herumfuhren und spontan bereit gestellte Ersatzgebäude besichtigten, saß Friedrich Genz in seinem Büro und berechnete am PC Raumbedarf und Raumkapazitäten. Seine Aussage nach zwei Tagen: „Es geht. Wir können die Georgschule noch irgendwie auf dem Gelände unterbringen.“ Und es funktionierte tatsächlich.

Jeder Raum in den vorhandenen Schulgebäuden war „durchleuchtet“ worden, jede Besenkammer wurde auf ihre Eignung als Unterrichtsraum überprüft. Die seit Jahren behauptete Solidargemeinschaft des PSZD mußte sich nun bewähren. Alle haben mitgeholfen. Immer wieder wurden neue Unterrichtsräume zur Verfügung gestellt – im Erzieher-Seminar, im Sozialzentrum, sogar Räume des Altenheims wurden zeitweise genutzt.

Aber eines war auch klar: Es mußte gebaut werden,denn die Georgschule wuchs noch von Jahr zu Jahr. 1993 übernahm das PSZD dann die Bauherrenschaft für die Georgschule. Zunächst wurde ein (bereits geplantes) Werkhaus errichtet, in welchem sie vorübergehend untergebracht wurde; und im Jahr 2001 konnten endlich die Räume im neuen Georgschulhaus eingeweiht werden.

Die Liste der Gründungen und Bautätigkeiten ist damit noch nicht vollständig. Ende der achtziger Jahre konnte auch ein Hausmeister in ein eigens für ihn errichtetes Gebäude einziehen, und 1991 war das Rudolf Steiner-Erzieher-Seminar fertig, (in welchem nicht nur Erzieher ausgebildet, sondern auch anerkannte Fortbildungen für soziale Berufsgruppen angeboten werden).

Ein Jahr später konnte der Dortmunder Zweig der Anthroposophische Gesellschaft in ein eigenes Gebäude auf dem Gelände ziehen. Der Bau des Zweig-Hauses war durch Spenden möglich geworden. Das „Thomas-Haus“ steht nun zwar auf dem Gelände des PSZD, es ist aber nicht Mitglied im Verein. Trotzdem wäre das Gesamtgefüge ohne die Zweigarbeit auf dem Gelände nicht rund, insofern gehört das Zweig-Haus nur juristisch nicht dazu, ideell hat es inmitten der übrigen befreundeten Einrichtungen seinen richtigen Platz gefunden.

Im Osten des insgesamt etwa sieben Hektar großen Geländes am Mergelteich begann das Christopherus-Haus 1993 mit dem Neubau eines integrativen Kindergartens. Auch ein zentraler Schülerspeisesaal, ein Hort sowie ein Naturkost- und Buchladen mit vegetarischem Vollwertrestaurant und Cafe fanden auf dem Gelände Platz.

Ein Therapeutikum wurde gegründet und nahm seine Arbeit auf, zudem fanden anthroposophisch orientierte Arztpraxen sowie eine Massage- und Bäderpraxis dort eine Bleibe. Für die Bewohnern der Seniorenwohnungen und des Altenheims wurde die Möglichkeit geschaffen, im gleichen Haus Frisördienste oder die Fußpflege in Anspruch zu nehmen.